Kanalreinigung – Kanalfernsehen und Ortung

Kanalfernsehen

Abwasserrohre und Abwasserkanäle sind starken Einflüssen ausgesetzt. Durch Inspektion mit dem Kanalfernsehen können schadhafte Stellen oder ganze Leitungssysteme visuell kontrolliert werden. Eine Inspektion empfiehlt sich auch bei Neu- oder nach grösseren Umbauten, gelangen hier doch oft Baurückstände (gewollt oder ungewollt) in die Rohre, welche später, wenn die Kanalisation in Betrieb ist, zu Verstopfungen führen können.


Die Ketrag AG besitzt für die Rohrinspektion einen kombinierten Spül- und Kanalfernsehbus. Der Vorteil dieses kompakten Fahrzeuges ist, dass Leitungen bis ca. 300 mm Durchmesser mit diesem Fahrzeug gereinigt und anschliessend gleich inspiziert werden können. Die eingebaute Kanalfernsehanlage mit Fahrwagen kann für Rohre bis ca. 1'000 mm Durchmesser eingesetzt werden. Für die Dokumentation der Inspektion steht ein PC mit der Software WinCan V8 zur Verfügung. Die digitalen Videos und Fotos werden auf CD oder DVD gespeichert.

Spülanlage100 l/min bei 150 bar, 100 m ½"-Spülschlauch, Wasserbezug vor Ort
Kanalfernsehanlage

IBAK ORION 2.5 mit Fahrwagen T66, für Durchmesser von 125 bis ca. 400 mm, 200 m Kamerakabel

IBAK ARGUS 5 mit Fahrwagen T76, für Durchmesser von ca. 300 bis 1'000 mm, 200 m Kamerakabel
IBAK Haspel 40 mit abbiegefähiger ORION L, für Durchmesser von 100 bis ca. 200 mm, 70 m Stosssaite

Bild 1: Heckansicht mit Spüleinbau und Auf- / Abwickeleinrichtung für das Kamerakabel. Das über das Heck geführte Kamerakabel ermöglicht, dass der Schacht für das Spülen und die Inspektion nur einmal angefahren werden muss.

Bild 2: Mittelteil mit dem Arbeitsplatz für den Kanalfernsehoperateur. Das Fahrzeug verfügt für die Kanalfernsehanlage über eine autonome Stromversorgung auf Batteriebasis, so dass ca. 8 Stunden ohne Netzanschluss gearbeitet werden kann.
 

Bild 3: Bei Bedarf kann die Kanalfernsehanlage auch aus dem Fahrzeug entfernt werden. Sie kann dann als tragbare Komponenten zum Beispiel in unwegsamem Gelände eingesetzt werden.
 

Bild 4: Mit dem Haspel und der abbiegefähigen ORION L Kamera können bei Rohren im Durchmesserbereich von ca. 125 bis ca. 200 mm, dank eines Kamerakopfes mit einer Leiteinrichtung, oft auch Abzweiger befahren werden. Dadurch können Haltungen (Seiteneinläufe in die Sammelleitung) inspiziert werden, die sonst nicht mehr zugänglich sind, ohne dass an den Endpunkten Sanitärapparate wie WC’s etc. entfernt werden müssen. Dieses Abzweigen mit der Kamera ist vor allem bei Neubauten mit PVC- oder PE-Rohren ohne 90°-Bögen möglich. An der Stosssaite der Kamera kann hinter dem Kamerakopf eine Kanalspüldüse befestigt werden, so dass der Kanalspülschlauch auch in diese Haltungen eingeführt werden kann, sofern es die Rohrdurchmesser und Winkel erlauben.

Impressionen

Ortungsgerät

Manchmal kennt man den Verlauf einer Leitung nicht, findet einen überdeckten Schacht nicht oder man muss eine defekte Leitung an der schadhaften Stelle ausgraben. In diesen Situationen ist der Einsatz eines Ortungsgerätes hilfreich.
 

Die Ketrag AG besitzt Ortungsgeräte, die sowohl in metallischen wie nichtmetallischen Leitungen eingesetzt werden können. Dazu wird mit dem Kanalspülschlauch oder mit der Stosssaite der Kamera ein Funksender in die Leitung eingeführt und an die gesuchte Stelle transportiert. Anschliessend wird mit einem Empfänger das Funksignal des Senders gesucht und eingemessen. Die beiden ORION-Kameras der IBAK Kanalfernsehanlage haben ebenfalls Funksender eingebaut, die mit einem Empfänger gesucht und eingemessen werden können.